Erste Schritte mit PyCharm

Seit meinem Umstieg von Windows auf Linux in 2008 habe ich mich hauptsächlich mit Shellskripten und ein wenig mit AWK und SED beschäftigt, um meine Aufgaben unter Linux zu automatisieren.

Nach einem kurzen Ausflug zu Ruby bin ich im letzten Jahr bei Python gelandet, das inzwischen die Sprache meiner Wahl für diverse Programmieraufgaben geworden ist.

Für die ersten Schritte habe ich einfach den Texteditor Vim benutzt und die entsprechenden Tools auf der Kommandozeile aufgerufen. Bei einem Kurs im letzten Jahr wurde uns Eclipse mit dem Plugin PyDev nahegelegt. Eclipse war mir aber viel zu mächtig und etwas unübersichtlich. Letztlich bin ich über den Hinweis eines Mitglieds der lokalen Linux Usergroup bei PyCharm gelandet. Im folgenden nun meine ersten Eindrücke.

PyCharm ist eine integrierte Entwicklungsumgebung für Python-Programmierer. Die sogenannte Community Edition von PyCharm ist Open Source Software unter der Apache-2.0-Lizenz. Der Quellcode liegt auf Github bereit. Es gibt derzeit nur eine englischsprachige Version von PyCharm. Die Professional Version wartet mit einem noch einmal deutlich größeren Funktionsumfang auf.

Der Installationsprozess unter Linux gestaltet sich recht einfach. Allerdings sind die Installationsanweisungen für eine saubere Installation etwas versteckt. Daher folgt hier jetzt eine kurze Auflistung der notwendigen Schritte:

  • Download des entsprechenden Archivs (zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Artikels die Version 2017.1.3)
  • Entpacken des Archivs gemäß dem Linux filesystem hierarchy standard (FHS) in das Verzeichnis /opt mit dem Befehl
sudo tar xf pycharm-community-2017.1.3.tar.gz -C /opt/
  • Aufruf des Shellskripts pycharm.sh im Unterverzeichnis bin/ (hier also /opt/pycharm-community-2017.1.3/bin)