Firefox-DRM als Ad-Blocker?

Heute bin ich tatsächlich das erste Mal mit dem relativ neuen DRM-System innerhalb des Firefox-Browsers in Berührung gekommen. Die Abkürzung DRM steht für Digital Rights Management, wird von Kritikern aber auch gerne als Digital Restrictions Management bezeichnet. Manchmal wirkt DRM aber scheinbar nicht so, wie beabsichtigt.

Wie in der folgenden Abbildung zu sehen, empfiehlt mir Firefox, den DRM-Kopierschutz zu aktivieren, um einige der Audio- oder Video-Dateien auf dieser Seite unserer Lokalzeitung abspielen zu können. Der redaktionelle Beitrag enthält jedoch keine Audio- oder Video-Dateien. Daher kann es sich mit großer Wahrscheinlichkeit wohl nur um Werbung der besonders nervigen Art gehandelt haben, die mir dank des DRM-Kopierschutzes jetzt leider entgangen ist.

Firefox-Meldung

Ich konnte dies u. a. wegen des Werbekarussels auf der besagten Seite nicht endgültig prüfen, finde den Gedanken, dass sich hier die Internet-Werbeindustrie mal selbst ins Bein schießt, jedoch ganz reizvoll.

Mir ist in diesem Zusammenhang durchaus klar, dass ansonsten kostenlose Inhalte sich für ein Unternehmen in irgendeiner Form rechnen müssen. Ich möchte jedoch nicht, dass ohne mein Zutun Audio- oder Video-Dateien von einer von mir aufgerufenen Webseite abgespielt werden. Ach ja: Ad-Blocker benutze ich übrigens nicht!

Noch ein Hinweis zum Schluss:

Wer den DRM-Kopierschutz abschalten bzw. die Einstellung überprüfen möchte gibt einfach in der Firefox-Adresszeile about:preferences#content ein und kann dann ggf. den Haken beim Punkt Inhalte mit DRM-Kopierschutz wiedergeben löschen.